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LTE 4G Mobilfunk und Internet
Wie sieht es mit dem LTE 4G Ausbau in Deutschland aus?
UMTS werden wohl die meisten Handynutzer mit dem Stichwort "mobiles Internet" verbinden. Der
Internetstandard leistet seit ca. 10 Jahren gute Dienste und ist sehr weit verbreitet. Doch die Technik
ist mittlerweile in die Jahre gekommen - und auch an ihre Leistungsgrenzen. So soll der neue
Internetstandard LTE UMTS in den nächsten Jahren sukzessive ablösen.
Die Mobilfunkbetreiber sind derzeit allerdings noch mit dem LTE 4G Netzausbau beschäftigt. Im Jahr
2011 planen die Betreiber (Vodafone, Telekom, E-Plus und O2) etwa 1 000 bis 1 500 Orte in
Deutschland für den Internetstandard der vierten Generation auszurüsten.
Der LTE 4G Netzausbau findet jedoch zunächst in den sog. "weißen Flecken" Deutschlands statt. Dies
sind Orte, in denen derzeit noch kein Internet-Breitbandanschluss zur Verfügung steht. Dadurch
erreicht der LTE 4G Ausbau die Großstädte erst später. So sieht es der Vertrag mit der
Bundesnetzagentur vor.
Anders sieht es bei den Stadtstaaten (Bremen, Berlin und Hamburg) aus. Durch ein Schlupfloch im
Ausbauvertrag können die Mobilfunkbetreiber mit dem Ausbau von LTE schon eher starten. Im Vertrag
mit der Bundesnetzagentur heißt es, dass sich der angestrebte LTE Netzausbau von 90 Prozent auf
das Bundesland bezieht und nicht auf das Bundesgebiet. Dies kommt den Mobilfunkunternehmen
natürlich zugute - in den ballungsreichen Gebieten ist mit einem erhöhten Umsatz zu rechnen.
Wie findet der LTE 4G Ausbau der Netze statt?
Die Reihenfolge beim LTE 4G Ausbau ist in mehrere Stufen (Prioritätsstufen) unterteilt. Mit dem
Ausbau der nächsten Stufe dürfen die Netzbetreiber erst beginnen, wenn bei den jeweiligen Städten
und Gemeinden mindesten 90 Prozent der Bevölkerung versorgt sind. Der Begriff "versorgt" bedeutet
in diesem Zusammenhang die technische Verfügbarkeit. Daraus folgt, dass eine kommerzielle
Erschließung nicht unbedingt erforderlich ist.
Die Staffelung der Prioritätsstufen:
Stufe 1: Gemeinden mit maximal 5 000 Einwohner.
Stufe 2: Gemeinden mit 5 000 bis maximal 20 000 Einwohner.
Stufe 3: Gemeinden mit 20 000 bis maximal 50 000 Einwohner.
Stufe 4: Gemeinden ab 50 000 Einwohner.
Zukunftsausblick:
Bei der Netzabdeckung mit 4G werden sicherlich keine 100 Prozent erreicht. In den nächsten 5 bis 10
Jahren ist mit einem Netzabdeckungsgrad von 95 bis 99 Prozent zu rechnen.
Seit der Verlosung der LTE-Lizenzen per Auktionsverfahren arbeiten die Unternehmen Vodafone, O2,
E-Plus und die Telekom akribisch am Netzausbau. Anders als bei UMTS müssen diesmal lediglich die
Sendemasten umgerüstet werden.
Mittlerweile steht der neue Internetstandard schon in vielen Gebieten Deutschlands zur Verfügung.
Den aktuellen Stand des Netzausbaus findet man auf den jeweiligen Internetseiten der
Mobilfunkunternehmen.
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